Projekte

Meine Forschungsinteressen gelten der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, insbesondere der Fotografie, der Film-/Videokunst und der Medieninstallation. Mein methodischer Zugang ist vor allem praxeologisch geprägt: Welche künstlerischen Freiräume enstehen durch eine alternative Handhabung von gefundenen Materialien, kommerziellen Techniken und etablierten Verfahren?

Techniken der Nacht. Abstraktion und Wirklichkeitsbezug in den Nachtdarstellungen der Medienkunst (Habilitation)

Aktuell arbeite ich an einem Buchprojekt, in dem ich die Geschichte der Medien-Nocturne von den Dämmerungsbildern in der Fotografie am Ausgang des 19. Jahrhunderts bis zu den immersiven Installationen der Gegenwart untersuche. Mein Interesse gilt dabei vor allem den spezifischen Techniken und Praktiken nach Einbruch der Dunkelheit – an den Grenzen des Sichtbaren, unterwegs auf der Straße, in der psychogeografischen Erkundung der nächtlichen Stadt.

Joint Ventures. Der künstlerische Zugriff auf Kunstsammlungen und Ausstellungsgeschichte

Künstlerische Appropriationen richteten sich ursprünglich auf Medienbilder, Alltagsobjekte oder einzelne Kunstwerke. Mittlerweile werden im Rahmen von Ausstellungen aber auch ganze Kunstammlungen angeeignet und zum Gegenstand künstlerischer Reflexionen. Von seiten der Museen gibt es ein reges Interesse an Ausstellungen, die von Künstlerinnen und Künstlern kuratiert werden, um auf diese Weise einen „alternativen“ Zugang zu den Sammlungsobjekten zu erschließen. Einen Überblick über diese Entwicklung gab eine Tagung , die in Zusammenarbeit mit Bärbel Küster (Zürich) und Iris Wien (Berlin) vom 3. bis 5. September 2019 in Zürich stattgefunden hat. Die Tagungspublikation ist in Vorbereitung.